Die Pferdebremse

Die Pferdebremse/Pferdefliege ist der größte Vertreter der Bremsen; sie wird auch Dase, Brämer oder Blinder Kuckuck genannt.

Was sind (Pferde-)Bremsen?

Pferdebremsen sind zweiflügelige Fliegen, die ca. 19 bis 25 mm groß werden, in der Grundfarbe graubraun sind mit olivbraun bis grauem Brustbereich und drei undeutlichen, hellen Längslinien. Das Mundwerkzeug ist stark ausgeprägt, damit sie offene Wunden in die Haut reißen können („Pools“).

Bremsen können nicht gut sehen, sind allerdings sehr schnell unterwegs. Sie unterscheiden zwischen „hell“ und „dunkel“, wobei helle Gegenstände für sie uninteressant sind. Sie stechen also vorwiegend dunkle Pferde, am ehesten in Bewegung. Sie identifizieren ihr Opfer anhand des ausgeatmeten Kohlendioxids und des Körpergeruchs (Schweiß). Die weiblichen Pferdebremsen sind lästige Blutsauger. Besondere Aktivitäten entwickeln sie zwischen April und August an warmen, schwülen Tagen. Dabei warten sie meist in Schattenbereichen auf ihre Opfer.

Was verursachen Bremsen beim Pferd?

Stiche der Pferdebremse können allergische Reaktionen auslösen, die neben juckenden Schwellungen mitunter schwere körperliche Reaktionen (Zittern, Schwitzen, Schwäche) nach sich ziehen können. Beim Stechvorgang werden zudem Sekrete in das Opfer injiziert, die Erreger von Krankheiten wie z.B. Borreliose übertragen können.

Gefahren:

Pferdebremsenstiche um die Augen sind problematisch, da das starke Jucken durch erbarmungsloses Kratzen beantwortet wird. Hier können Augenschäden entstehen, die bis zur Erblindung führen können.

Ein massenhaftes Auftreten von Bremsen kann eine Pferdeherde ernsthaft in Gefahr bringen. Anfangs werden die Tiere unruhiger und nervöser; je mehr sie schwitzen, desto mehr Bremsen werden angelockt. Das kann sich bis zu panikartigem Herumgaloppieren steigern, in dessen Verlauf die Pferde dem Kreislaufversagen nahe, letztendlich durch die Zäune brechen.

Die Pferdebremse

Wissenschaftlicher Name: Tabanus sudeticus
Größe: 19 – 24,5 mm

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